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Landeselternverbände
Eine Liste der aktuellen Landeselternverbände finden Sie hier:
http://www.schulministerium.nrw.de/docs/bp/Eltern/Schulmitwirkung/Elternverbaende-Kontaktdaten/index.html

Legasthenie und Dyskalkulie
Ihr Kind hat Probleme beim Lesen, in der Rechtschreibung, beim Einordnen von Zahlen, beim Rechnen mit Zahlen. Diese und andere Symptome müssen nicht gleich Anzeichen von Legasthenie oder Dyskalkulie sein. Die
Förderung von Schülerinnen und Schülern bei besonderen Schwierigkeiten im Erlernen des Lesens und Rechtschreibens (LRS) ist in einem Erlass geregelt, klicken Sie dazu bitte hier. Einen Kommentar zu diesem Erlass finden Sie hier.
Hilfreiche Informationen zum Thema gibt es auch von der regionalen Schulberatungsstelle des Kreises Borken, lesen Sie hier.



Lehrer/innen-Sprechstunde

Neben den halbjährlichen Elternsprechtagen bieten Lehrerinnen und Lehrer eine wöchentliche Sprechstunde an. Erkundigen Sie sich bei Bedarf im Sekretariat der Schule, eine vorherige Anmeldung ist ratsam, da die Lehrerinnen und Lehrer z.B. auch in diesen Zeiten für Vertretungsunterricht eingesetzt werden. Wenn Sie die Sprechstunde z.B. aus beruflichen Gründen nicht wahrnehmen können, vereinbaren Sie einen individuellen Termin.

Lehrplan
Alle Lehrpläne NRW finden Sie im Lehrplannavigator hier:
http://www.schulentwicklung.nrw.de/lehrplaene/ 

 s. auch Kompetenzen

Leistung
Keine Angst vor einer Dosis Theorie!
Googeln Sie einmal zum Begriff „Schulische Leistung“ unter der besonderen Fragestellung, welche Faktoren Einfluss auf dieselbe haben. Viel schlauer werden Sie zunächst nicht, weil sie nach kurzer Zeit feststellen, dass Sie unter einer Informationslawine der Komplexität begraben zu werden drohen:

Elternarbeit; Schlafverhalten, familiäres Umfeld, Geschlechter-Stereotype, biografische Entwicklung, Entwicklungsphasen, Fernsehen und Computer-Konsum, Lehrmethoden, Ernährung, die geografische Lage, ethnische Zugehörigkeit und Bildungshintergrund, soziale Beziehungen,  usw.

W
as und Wer ist nicht alles am (Nicht-)Zustandekommen von schulischer Leistung beteiligt?

Wenn Sie, enger orientiert an wissenschaftlichen Begriffen, in die Suchmaschine  eingeben: „Determinanten der Schulleistung“, dann stoßen Sie, sollten Sie sich ausführlicher informieren wollen,  auf ein interessantes Seminarpapier der Technischen Universität Chemnitz (Institut für Psychologie). In ihm werden die Faktoren, die Schulleistung in irgendeiner Weise beeinflussen, systematisch aufgeführt. Zumindest ein fachwissenschaftlich fundierter Überblick.  Viel weiter sind Sie als interessierte Eltern, die durch Handeln im Alltag etwas ändern oder bewegen wollen,  dennoch nicht, weil Sie (und wir) merken, dass eben nicht an einer Stellschraube zu drehen ist und sich dann quasi per Knopfdruck  schulische Leistungsverbesserungen einstellen werden.

Als relativ sicher und nachgewiesen gilt jedoch, dass der Einfluss der Familie im Hinblick auf den Erfolg von Kindern und Jugendlichen in der Schule häufig maßgeblicher ist als der Einfluss der Schule selbst.  Was kann mit diesem Wissen getan werden?

In einer auf sechs Jahre angelegten Längsschnittstudie der Universität Bielefeld, die der Frage nachging wie Eltern – bezogen auf den Matheunterricht -  dazu beitragen können „die Lernmotivation ihrer Kinder zu fördern und somit dazu beitragen, dass Kinder mit ‚Sinn und Verstand‘ lernen“,  deuten sich für die Praxis bedeutsame Antworten an. Die Studie bestätigte im Wesentlichen ihre vorausgesetzten Grundannahmen:

  • Kinder entwickeln eher Freude und Interesse am fachlichen Lernen (oder an der Bewältigung von Hausaufgaben) und sind dann eher einem positiv besetzten Leistungsverständnis zugewandt, wenn „sie ihre Eltern als emotional zugewandt, autonomieunterstützend und strukturierend erleben.“
  • Der übermäßig kontrollierende Leistungsdruck wird die Abneigung der Kinder gegenüber schulischem Lernen eher erhöhen, „ihre Lernbereitschaft von Kosten-Nutzen-Erwägungen abhängig machen.“

In der Schule dürfte der Einfluss der Lehrerpersönlichkeit ebenso eine nicht zu unterschätzende Rolle spielen.
Im Schulgesetz NRW gibt es einen eigenen Abschnitt zur Leistungsbewertung (§ 48 - §52). Darin ist u.a. festgelegt:
Die Leistungsbewertung soll über den Stand des Lernprozesses der Schülerin oder des Schülers Aufschluss geben; sie soll auch Grundlage für die weitere Förderung der Schülerin oder des Schülers sein. Die Leistungen werden durch Noten bewertet. (…)“

 Leistungsbewertung und Förderung werden hier eng miteinander verknüpft.

Eine weitere Festlegung erfolgt im Hinblick auf die Bereiche der Schülerleistung, die beurteilt werden:

Die Leistungsbewertung bezieht sich auf die im Unterricht vermittelten Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten. Grundlage der Leistungsbewertung sind alle von der Schülerin oder dem Schüler im Beurteilungsbereich „Schriftliche Arbeiten“ und im Beurteilungsbereich „Sonstige Leistungen im Unterricht“ erbrachten Leistungen. Beide Beurteilungsbereiche sowie die Ergebnisse zentraler Lernstandserhebungen werden bei der Leistungsbewertung angemessen berücksichtigt.“

Für Elternvertreter der wichtige Hinweis:

In der Fachkonferenz (§ 70) wirken Eltern an den Entscheidungen über die Grundsätze der Leistungsbewertung mit.

Wenn Sie Interesse an ausgearbeiteten und auf die Schule bezogenen Entscheidungen suchen, so sollten Sie in der Suchmaschine den Begriff „Leistungskonzept“ eingeben.

Ein Beispiel:
http://www.ggs-hilfarth.de/download/leistungskonzept_ggs-hilfarth.pdf
Auf den Zusammenhang von Elternhaus und Schulerfolg weist auch der folgende Artikel Dr. Martin R. Textor hin (Anregungen in Kürze auf der dritten Seite):
www.eundc.de/pdf/36014.pdf

Lernprobleme
Lernprobleme sind ein Thema, das Eltern und Schülern während der Schullaufbahn früher oder später häufig begegnet. Dies ist eine ganz normale Phase der Entwicklung. Halten die Schwierigkeiten allerdings an, kann dies ein Zeichen für eine Lernschwäche wie AD(H)S, Legasthenie oder Dyskalkulie sein. Sollten Sie sich fragen, ob Ihr Kind an einer Lernschwäche leidet, kann dieser Ratgeber über Lernschwächen bei Kindern Ihnen helfen, mögliche Symptome zu identifizieren und informiert Sie außerdem darüber, wie Sie Ihr Kind optimal im Umgang mit den Lernschwierigkeiten unterstützen können.
Hier geht es zum Ratgeber des Portals “Tutoria”

 

Leseförderung
„Ein Haus ohne Bücher ist arm, auch wenn schöne Teppiche seinen Boden und kostbare Tapeten und Bilder die Wände bedecken“, heißt es in einem Sprichwort von Hermann Hesse. Leider gibt es in Deutschland viele dieser „armen“ Häuser. Leseförderung und Lesemotivation muss sehr früh im Grundschulalter einsetzen, auch schon, um gleiche Lernvoraussetzungen zu schaffen. Eltern können sich hier zum Beispiel als Vorlesemutter oder Vorlesevater engagieren, dies bereits im Kindergarten. Weitere Ansätze, die Freude am Lesen wecken, sind Vorlesenächte, Vorlesewettbewerbe, Besichtigungen von Büchereien, Austausch von Büchern im Klassenverband u.v.m.

Das Sprichwort von Carl Hilty: „Die Bildung kommt nicht vom Lesen, sondern vom Nachdenken über das Gelesene“, zielt auf die Lesekompetenz und das Textverständnis hin. Sprechen Sie mit Ihrem Kind über gelesene Texte, geben Sie Denkanstöße und stellen Sie Verbindungen zu Lebenssituationen her.
www.stiftunglesen.de

 

Literaturwettbewerb-OWL
Die Bezirksregierung Detmold veranstaltet gemeinsam mit den Volksbanken OWL  einen Literaturwettbewerb. Schülerinnen und Schüler der weiterführenden Schulen schreiben in Prosa und Lyrik zu einem vorgegebenen Thema. Die Beiträge der Preisträger werden in einem Buch veröffentlicht.
www.Literaturwettbewerb-OWL.NRW.de

Lob
In einer amerikanischen Redensart heißt es, die meisten Menschen wollten lieber durch Lob ruiniert als durch Kritik gerettet werden.  In Schule und Elternhaus ist in ausgewogenem Maße beides nötig, Lob und konstruktive Kritik.  Wer erlebt, wie ermutigend und motivierend es sein kann, wenn Kinder und Jugendliche in bestimmten Phasen des Lernens gelobt werden, der wird sich der fördernden Wirkung des Lobes bewusst sein. Die Empfehlungen unter einer Klassenarbeit sollten neben der notwendigen Kritik immer dann, wenn es Hinweise auf Fortschritte gibt,  die Anstrengung zur Verbesserung würdigen. Wie so oft im Leben  kommt es auf die Dosierung an. Aus welchem Anlass sind Sie zuletzt gelobt worden? Wann haben Sie zuletzt ihre Tochter/ihren Sohn gelobt? Kann man loben lernen? Ein hilfreicher Elterntipp aus Österreich:

http://eltern.lerntipp.at/Kinder-Richtig-Loben.shtml
Übrigens: Dieser Tipp findet sich auf einer Seite, die selbst viele gute und praktische Hinweise für Eltern schulpflichtiger Kinder enthält. Stöbern Sie ruhig ein wenig bei:
http://eltern.lerntipp.at/  Unbedingt empfehlenswert!!!

Loverboys
Unter Loverboys versteht man junge Zuhälter, deren Zielgruppe junge Mädchen ab 11 Jahren sind. Sie zeigen viel Verständnis, reden von der großen Liebe und machen großzügige Geschenke Ihre Opfer suchen sie vor Schulen, in Jugendtreffs und im Netz. Sie gewinnen oft auch das Vertrauen der Eltern und machen sich in der Familie beliebt. Letztlich forcieren sie aber die Entfremdung von der Familie, es kommt zu Vergewaltigungen und letztlich zum Zwang zur Prostitution.
Informationen und Hilfen bietet der Verein No Loverboys e.V. an.
www.no-loverboys.de