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Begabtenförderung
Eltern können eine überdurchschnittliche Begabung ihres Kindes in verschiedenen Lernfeldern  erkennen, wie z.B. im mathematischen und musischen Bereich. Ob ihr Kind hochbegabt ist, können Sie durch einen Intelligenztest ermitteln lassen, durchschnittlich begabte Schüler haben einen IQ von ungefähr 100, von Hochbegabung spricht man bei einem IQ von über 130.

Sprechen Sie auf jedem Fall mit den Lehrerinnen und Lehrern ihres Kindes, damit Ihr Kind eine optimale Förderung erhält, etwa durch individuelle Lernpläne, Teilnahme an Arbeitsgemeinschaften, an Wettbewerben wie  „Jugend forscht“ u.v.m. Es besteht auch die Möglichkeit des Überspringens einer Klasse oder bei einer ganz spezifischen Begabung könnte die Schule ihr Kind unter Umständen in einem Fach einer höheren Klasse zuweisen.

In der Regel führt die höhere Begabung eines Kindes dazu, dass es die Eltern mit guten Zeugnisnoten überrascht. Eine Hochbegabung kann sich allerdings auch anders bemerkbar machen, durch Unterforderung, Auffälligkeiten im Sozialverhalten im Klassenverband und  im Umgang mit Freunden.

Ziehen Sie in diesen Fällen außerschulische Beratung zu Hilfe wie z.B. die Schulpsychologie.

Eine Broschüre „Begabte Kinder finden und fördern : Ein Ratgeber für Eltern, Erzieherinnen und Erzieher, Lehrerinnen und Lehrer“ finden Sie unter:
http://www.bildungsserver.de/db/mlesen.html?Id=12493

Zur deutschen Gesellschaft für das hochbegabte Kind gelangen Sie hier:
http://www.dghk.de

Zum Regionalverein OWL
http://www.dghk-owl.de/


Beratung in der Schule
Beratung gehört zu den Aufgaben aller Lehrkräfte einer Schule. Dies bezieht sich auf die Beratung von Schülern und Erziehungsberechtigten zu Bildungsangeboten, Schullaufbahnen und beruflichen Bildungswegen einschließlich der Berufswahlvorbereitung, sowie auf die Beratung bei Lernschwierigkeiten und Verhaltensauffälligkeiten.

Wird an Schulen ein Bedarf für eine intensive Beratung festgestellt, so kann die Schule Beratungslehrer/innen beauftragen, die entsprechend fortgebildet werden. Personenbezogene Daten unterliegen der Verschwiegenheit.

Schulberatungsstellen im Regierungsbezirk Detmold finden Sie hier.


Berufsorientierung
Mit Berufsorientierung ist nicht ein einmaliger Besuch der Agentur für Arbeit gemeint, sondern es ist ein Prozess, der junge Menschen begleiten soll, eine ihrer Persönlichkeit und ihren Fähigkeiten entsprechenden Ausbildung nach der Schulzeit zu finden. Schule gibt in diesem Bereich Hilfestellung, ersetzt jedoch nicht die Berufsberatung. Bereits in der Grundschule werden Berufe vorgestellt. Die weiterführenden Schulen bieten Berufspraktika an, die Einblicke in die Arbeitswelt ermöglichen sollen. An Hochschulen gibt es Tage oder Wochen der Studienorientierung. Außerschulische Partner geben Schülern Gelegenheit, ein Bewerbungstraining zu absolvieren oder bieten Betriebsführungen an. Viele Schulen haben ein festes Unternehmen als Partner.

Aber auch Sie als Eltern können sich mit ihren Erfahrungen einbringen, wenn es z.B. darum geht, Ihren Beruf im Rahmen eines schulischen Berufsforums einzubringen oder bei Kooperationsvereinbarungen mit Unternehmen und außerschulischen Partnern mitzuwirken. Eine Anregung: Ehemalige Schülerinnen und Schüler könnten Berufsfelder und/oder Studienfächer vorstellen.

Die Berufsorientierung von Schülerinnen und Schülern soll systematisch verbessert werden. Deshalb hat die Landesregierung NRW ein neues Programm ins Leben gerufen (KAboA), das gegenwärtig in ausgewählten Kommunen erprobt wird. Eltern sind aufgerufen, hier mitzuwirken.
Mehr erfahren Sie hier.


Landesweit bieten Bildungsbüros, Industrieverbände u.a. den Schulen Projekte und Hilfestellungen im Rahmen der Berufsorientierung an.
 
Die Inhalte und Vorgaben des Schulministeriums NRW zur Berufsorientierung finden Sie hier:
www.berufsorientierung-nrw.de
http://www.keinabschlussohneanschluss.nrw.de/
Studien- und Berufsorientierung

Elternbroschüre  "Mein Kind auf dem Weg in den Beruf" in Deutsch, Türkisch und Russisch
Herausgeber: Kreisschulpflegschaft Gütersloh

http://www.ksgt.de/content/links-dokumente

Weitere Links zur Berufsfindung (auch regional) finden Sie hier.

Beschulung von Flüchtlingen
und anderen Kindern und Jugendlichen in vergleichbaren Lebenssituationen, das MSW informiert, alles hier.


Beschwerden und Widersprüche
„Ich bekomme so einen Hals!“ Wer hat sich nicht schon einmal im Schulalltag über eine Entscheidung aufgeregt. Einmal ist es die als ungerecht empfundene  Zeugnisnote oder der Kommentar unter einer Klassenarbeit. Ein anderes Mal ist es vielleicht der Umfang einer Hausaufgabe oder die Art und Weise des Unterrichtens.  Manches Ungemach kennt man doch ebenso aus der Familie selbst. Sicher kann es gesund und sinnvoll sein, erst einmal Luft abzulassen und den Unmut unverzüglich an der richtigen Adresse los zu werden. Doch noch besser ist es wohl, wenn zunächst einmal durchgeatmet und besonnen der Sachverhalt rekonstruiert wird. Für eine zügige Abhilfe förderlich ist es zudem, wenn vor dem Hintergrund einer kritisierten Entscheidung die Betroffenen aus ihrer Perspektive zu Wort kommen können. Es gilt zwar der Grundsatz: Erst mit der Klassenleitung Kontakt aufnehmen, dann mit der Schulleitung.  Aber:  Eltern sind im Gegensatz zu Lehrerinnen und Lehrern nicht an den Dienstweg gebunden.

http://www.tresselt.de/beschwerden.htm

Beeindruckt hat uns das ausgefeilte Verfahren einer Grundschule zum Umgang mit Beschwerden und Widersprüchen:

http://www.gs-fischbeck.de/konzepte/Beschwerdekonzept.pdf

Übrigens: Ein interessantes Vorhaben für ein schulisches Mitwirkungsgremium unter Vorsitz der Schulleitung, ein Beschwerdemanagement für die eigene Schule zu entwickeln.

Anregungen für einen vertieften Zugang finden Sie in der Broschüre aus der Gegend der Stadtmusikanten:

http://www.pr-schulen-bremen.de/archiv/beschwerdemanagement.pdf

 

Beurlaubung – Befreiung vom Unterricht
Grundsätzlich ist die Teilnahme am Unterricht eine Verpflichtung. Als Erziehungsberechtigten kommt den Eltern nicht volljähriger Schülerinnen und Schüler eine besondere Verantwortung zu. Damit die Schule über Planungssicherheit verfügt, ist auch die Teilnahme an freiwilligen Unterrichtsveranstaltungen wie z.B. Arbeitsgemeinschaften zumindest für ein Schulhalbjahr verpflichtend geregelt. Was ist nun, wenn Ihr Kind krank ist oder aus anderen unvorhersehbaren Gründen nicht am Unterricht teilnehmen kann?

In diesem Fall müssen die Eltern unverzüglich die Schule informieren. Meistens geschieht das vorab telefonisch. Der Grund für das Versäumnis muss der Schule schriftlich mitgeteilt werden. Im Schulgesetz  findet sich auch die Festlegung: „ Bei begründeten Zweifeln, ob Unterricht aus gesundheitlichen Gründen versäumt wird, kann die Schule von den Eltern ein ärztliches Attest verlangen und in besonderen Fällen ein schulärztliches oder amtsärztliches Gutachten einholen.“

Als Eltern können Sie „aus wichtigem Grund“ eine Beurlaubung bei der Schulleiterin oder dem Schulleiter beantragen, die/der bis zur Dauer eines Schuljahres über den Antrag entscheiden kann. Die Entscheidung kann sich auf den gesamten Unterricht oder auf die Befreiung von einzelnen Unterrichts- oder Schulveranstaltungen beziehen.

Für Beurlaubungen und Befreiungen vom Unterricht über einen diesen Rahmen überschreitenden Zeitraum ist in jedem Fall die Zustimmung der Schulaufsichtsbehörde erforderlich.

Das Schulgesetz legt fest: „Dauerhafte Beurlaubungen und Befreiungen von schulpflichtigen Schülerinnen und Schülern zur Förderung wissenschaftlicher, sportlicher oder künstlerischer Hochbegabungen setzen voraus, dass für andere geeignete Bildungsmaßnahmen gesorgt wird.“

In den meisten Schulen ist das Verfahren zur Beurlaubung auf der Grundlage des beschriebenen rechtlichen Rahmens schulöffentlich  bekannt gemacht worden.

Hier gelangen Sie zu einem Antrag auf Beurlaubung mit Erläuterungen.
 

Bewegung
Grundschüler bewegen sich durchschnittlich am Tag nicht mehr als eine Stunde. Das führt z.B. dazu, dass heute schon auffallend viele Zwölfjährige an Kreislaufproblemen leiden. Schule reagiert zwar mit Projekten wie „Bewegte Pause“, kann aber allein  nicht dafür Sorge tragen, dass Ihr Kind ausreichend Bewegung bekommt. In erster Linie sind Sie hier als Eltern gefragt, auch sollten Sie die Thematik mit Ihrem Arzt besprechen. Anregungen erhalten Sie in Fachzeitschriften und im Internet.

s. auch unter Ernährung und Pause

Bildungsbericht des Bundesministeriums für Bildung und Forschung
Hier finden Sie den Bildungsbericht vom 16.06.16:
a) Eine Zusammenfassung der Ergebnisse hier als pdf.
b) Hier der gesamte Bildungsbericht

Bildungsbüros in NRW
Mit der Vernetzung von staatlichen und gesellschaftlichen Einrichtungen zur Unterstützung der Schulen hat das Land NRW neue Wege beschritten. Mittlerweile sind in den Kreisen und kreisfreien Städten fast flächendeckend Bildungsbüros entstanden. Die Angebote von Jugendhilfe, Musikschulen, Sportvereinen, Polizei und anderen können so koordiniert und gebündelt werden.
Hier gelangen Sie zu allen Bildungsbüros in NRW, und hier zu den regionalen Bildungsbüros in Ostwestfalen-Lippe.

Bildungspartner NRW
Feste Partnerschaften zwischen Schulen und kommunalen Bildungseinrichtungen fördern das Lernen und ergänzen den Unterricht. Gemeint sind hier Museen, Musikschulen, Volkshochschulen, Archive und Bibliotheken. Jede dieser Einrichtungen hat Initiativen entwickelt, wie Partnerschaften aufgebaut und nachhaltig entwickelt werden können. Das Portal www.bildungspartner.nrw.de informiert, berät, gibt Anregungen und nennt Bildungspartner vor Ort.

Blauer Brief
Wie viele Schulkindern und ihren Eltern mögen im Verlauf ihrer Lebensgeschichten  in Erwartung der postalisch zugestellten Nachrichten über gefährdete Versetzungen in Folge von schulischen Minderleistungen lähmende Angstgefühle verspürt haben? Ebenso wie die Vorstellung vom strafenden Nikolaus mit der Rute nicht mehr als human und zeitgemäß angesehen wird, sollte auch die Praxis der so genannten Blauen Briefe ihren Schrecken verloren haben. Der Schule ist heute der Auftrag erteilt, den Unterricht so fördernd zu gestalten, dass „die Versetzung der Regelfall ist.“ (Schulgesetz NRW)

Sollten trotz abgestimmter Förderangebote und –empfehlungen die Leistungen in einem Fach  nicht mehr ausreichen und von den letzten Zeugnisnoten abweichen, so müssen die Eltern schriftlich benachrichtigt werden. In diesen nicht mehr blauen Briefumschlägen weist die Schule auf die Folgen einer Nichtversetzung für die Schülerin oder den Schüler hin. Wichtig: Laut § 50 Schulgesetz  kann kein rechtlich verbindlicher Anspruch auf eine Versetzung  aus der Tatsache abgeleitet werden, dass Eltern von der Schule nicht benachrichtigt worden sind.

Zugleich steht im Schulgesetz: „Unterbleibt die Benachrichtigung, obwohl ein Fach oder mehrere Fächer hätten abgemahnt werden müssen, werden Minderleistungen in einem Fach bei der Versetzungsentscheidung nicht berücksichtigt. Die Benachrichtigung entfällt bei volljährigen Schülerinnen und Schülern.“

Wenn Sie sich ausführlich zu den Versetzungsbestimmungen informieren möchten, so ziehen Sie neben dem Schulgesetz die Verordnungen über die Ausbildung und die Abschlussprüfungen zu Rate.

http://www.schulministerium.nrw.de/docs/Recht/Schulrecht/APOen/index.html

Sollten Sie sich einmal in einer der abendlichen Quiz-Sendungen oder Rate-Shows  bewerben wollen, dann studieren Sie bitte die Hinweise zur Geschichte der „Blauen Briefe“:

http://gfds.de/blauer-brief/